Die Straßengräben fassten die Wassermengen nicht mehr. Am Sonntagmorgen wurde deshalb die Danewitzer Feuerwehr alarmiert. "Wieder einmal stand die Dorfstraße im Ortsteil Danewitz unter Wasser. Durch die heftigen Niederschläge der letzten Tage sind die Böden so mit Wasser gesättigt, dass oftmals ein Ablaufen nicht mehr möglich ist. Mit Hilfe von Tauchpumpen und der Tragkraftspritze der Feuerwehr Danewitz wurde das Wasser in freie Gräben gepumpt und so die Hauptgefahr zunächst gebannt", berichtet Horst Feldhahn von der Biesenthaler Feuerwehr.
"Eine zweite Einsatzstelle ergab sich an der Zufahrt zur Priesterpfuhlsiedlung. Hier sind die Äcker zum Teil nur noch Seen. Das Wasser aus dieser Danewitzer Seenplatte drohte die Zufahrtstraße vollständig zu überschwemmen", beschreibt Feldhahn den zweiten Schwerpunkt des mehr als dreistündigen Einsatzes der Feuerwehrleute. Dort sei unter Zuhilfenahme des Radladers des Amtes Biesenthal-Barnim ein kleiner provisorischer Damm errichtet worden. Damit haben die Feuerwehrleute die Straße vor der Überschwemmung geschützt.
Derzeit werde an einem Gutachten gearbeitet, dass die Grundlage liefern soll, um das Wasserproblem in Danewitz grundsätzlich zu lösen, erläutert der Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes "Finowfließ" Andreas Krone. Im vergangenen Winter, als es dort ebenfalls Überschwemmungen gab, sei versucht worden, am Oberlauf einen Durchlass zu schließen. Das habe aber nichts gebracht, resümiert Krone, deshalb soll jetzt eine grundsätzliche Lösung im Bereich des Waldweges in Richtung Tempelfelde geschaffen werde. Dies bedeute, dass dort ein richtiges Bauwerk zum Schutz vor den Überflutungen entstehen werde.
Inbegriffen in das Gutachten sei auch die Situation an der Danewitzer Dorfstraße. "Weil in dem Bereich für ein Privatgrundstück ein zu kleiner Durchlass bewilligt worden war, kommt es zu den Überschwemmungen", sagt Krone. Der Eigentümer trage daran keine Schuld, weil ihm die Durchlassgröße von amtlicher Seite so vorgegeben worden war. Allein ein größerer Durchlass sei aber auch nicht die Lösung, weil dann die Dewinsiedlung umso schneller von Überschwemmungen betroffen wäre. Daher müsse man hier auch eine ganz neue Lösung finden, erklärt der Chef des Wasser- und Bodenverbandes.
Wenn das Gutachten fertig ist, soll es den Biesenthaler Stadtverordneten vorgestellt werden. Letztlich müssen die daraus resultierenden Ausgaben mit dem Haushalt beschlossen werden.